Armor vergleicht Klone für Druckerpatronen mit Pferdefleischskandal

 

Armor ist ein in Frankreich beheimatetes Unternehmen, in welchem unter Anderem Druckerzubehör hergestellt wird. In einer Pressemitteilung stellten die Manager des Unternehmens Parallelen zwischen der Schwemme an gefälschten Druckerpatronen und dem jüngsten Pferdefleischskandal fest. Sie betonten in dem Zusammenhang, dass die Transparenz bei der Herkunft der Produkte für den Kunden immer wichtiger wird.

 

Eine andere Bezeichnung für das gleiche Ärgernis

Die Armor-Vertreter nahmen vor allem die Praxis der Hersteller von geklonten Druckerpatronen ins Visier. Sie geben sich große Mühe, dem Verbraucher vorzugaukeln, dass es sich um eine wiederaufbereitete Original-Druckerpatrone handelt. Vor allem bei den Toner für Laserdrucker werden erhebliche Anstrengungen zur Verbrauchertäuschung (Toner-Klone) unternommen. Und genau dort sieht man die Parallelen zum Pferdefleischskandal, der ebenfalls durch eine gefälschte Etikettierung zustande gekommen ist.

 

Rückverfolgbarkeit für Verbraucher muss verbessert werden

Die Armor-Spitzen sehen im Pferdefleischskandal eine große Gefahr auch für die eigene Branche, denn er hat das Verbrauchervertrauen insgesamt erschüttert. Gerade im Lebensmittelbereich wird immer wieder betont, dass „alles streng geprüft“ sei. Betroffen waren davon auch Produkte, die sich mit bekannten Güte-Labeln geschmückt haben. Deshalb wird von Armor die Forderung erhoben, auch bei den Druckerpatronen und Tonerkartuschen die Transparenz, also die Rückverfolgbarkeit der Herkunft des Druckerzubehörs, künftig noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

 

Klone stellen auch rechtliches Risiko für den Nutzer dar

Die Transparenz beim Druckerzubehör hält Armor noch aus einem weiteren Grund für sehr wichtig. Klone gefährden nicht nur den Ruf der gefälschten Marke, sondern bergen auch für den Nutzer Gefahren. Viele der Klone werden illegal hergestellt. Nach aktuell geltendem Recht macht sich auch der Anwender der illegalen Produkte strafbar. Gerät ein Nutzer ins Visier des Zolls, sind Ordnungsstrafen nur der Beginn der möglichen Verfolgung. Vor allem einige der aus Asien stammenden Klone werden hier von Armor als Beispiele angeführt.

 

Der von Armor bevorzugte Ausweg

„In der Packung muss drin sein, was an der Packung deklariert ist.“ – So lautet die klare Forderung von Armor. Deren Hausjurist Eugen Harazim hat für die Klone eine ganz eigene Definition geschaffen: „neue Patronen mit dem Aussehen von recycelten Patronen“. So kann dem Verbraucher suggeriert werden, dass er Druckerzubehör kauft, welches eine gute Qualität hat und bei dem alle patentrechtlichen Bestimmungen beachtet wurden. Ein weiteres Ausufern der Schwemme an Klonen muss deshalb unbedingt verhindert werden. Als Verantwortliche benennt Armor die Hersteller, die Importeure sowie die Groß- und Einzelhändler. Einen ersten Schritt ist der französische Branchenverband SFIB gegangen, indem er einen Guide zur Erkennung der Klone in Anlehnung an die Veröffentlichungen der ETIRA herausgebracht hat.

 

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