Druckkosten: Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker?

 

Es gab eine Diskussion unter erfahrenen Industrie-Managern, bei denen die Frage im Mittelpunk stand, ob man mit Laserdruckern oder Tintenstrahldrucker effektiver und kostengünstiger drucken kann. Dabei wurden verschiedene Kriterien herausgearbeitet, die Einfluss auf die Antwort zu dieser Frage haben.

 

Die wichtigsten Argumente der Industriebosse

Die erste Feststellung war, dass der Laserdruck traditionell nur bei der kommerziellen Anwendung bevorzugt wird, während der private Nutzer eher zu den Tintenstrahldruckern greift. Die inzwischen auf dem Markt beobachteten Trends zur geringeren Größe und auch den niedriger werdenden Preisen für den Laserdrucker machen den Laserdrucker mittlerweile auch für den privaten Anwender interessant.

 

Vor allem die langfristigen Unterhaltskosten sind für Entscheidung wichtig

Die Manager kamen zu dem Schluss, dass sich ab einem jährlichen Druckaufkommen von mehr als 2.000 Seiten die Mehraufwendungen für einen Laserdrucker durchaus lohnen könnten. Als Grund nannten sie den Fakt, dass die möglichen Einsparungen bei den Kosten für die Original Tintenpatronen die Mehraufwendungen für den Kauf des Druckers über den Nutzungszeitraum hinweg übersteigen könnten.

 

Preis-Leistungsunterschiede bei Tintenpatronen und Tonerkartuschen bedenken

Patrick Stead, der Chef von Environment Business Products brachte noch ein anderes Argument. Mit einer Druckerpatrone für den Tintenstrahldrucker, die im Schnitt um die 15 Euro kostet, lassen sich oftmals nur 200 Ausdrucke erstellen. Zwar kosten der Toner mit bis zu knapp 150 Euro pro Kartusche deutlich mehr, aber dafür liefern sie je nach Ausführung zwischen 1.500 und 8.000 Ausdrucke. Laura Heywood, die Geschäftsführung von Kleen Strike schloss sich dieser Auffassung an und setzte hinzu, dass sich der Laserdrucker heute vor allem für die Nutzer lohnt, bei denen große Mengen an s/w-Ausdrucken anfallen. Denjenigen, die regelmäßig Fotos ausdrucken, legte sie den Kauf eines Tintenstrahldruckers nahe.

 

Analyse des Nutzerverhaltens vor Kaufentscheidung notwendig

David Connett, der Herausgeber des Fachmagazins „The Recycler“ fügte hinzu, dass es vor dem Kauf eines Druckers wichtig ist, das eigene Nutzerverhalten genauer zu analysieren. Außerdem wies er darauf hin, dass besonders billige Drucker auch mit besonders kleinen und teuren Patronen (meist Kombipatronen) arbeiten. Die daraus zu ziehende Schlussfolgerung wäre, dass ein etwas hochwertigerer Drucker auch günstigere Druckkosten bewirken kann. Auch dem Duplexer (Doppelsitiges bedrucken von Papier) bescheinigte Connett ein erhebliches Potential für Einsparung.

Einigkeit bestand unter den Diskussionsteilnehmern auch darüber, dass Refill Tintenpatronen und Rebuilt Toner gute Möglichkeiten für weitere Einsparungen sind. Vor allem beim Rebuilt Toner sind Kostensenkungen von bis zu 70 Prozent möglich. Der Chef von PBT International, Peter Thompson, sieht das auch so, macht allerdings die Einschränkung, dass man die kostengünstigen wiederaufbereiteten Verbrauchsmaterialien nur von wirklich guten Lieferanten kaufen soll. Dann sieht er keine Gefahren für die Qualität und damit das Preis-Leistungsverhältnis dieser kostengünstigen Varianten von Druckerzubehör. Auch er gibt dem Laserdrucker für den Vielnutzer den Vorzug.

 

 

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